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Allgemein

„Traut uns mehr zu“ statt „Dienst nach Vorschrift“

Vielleicht geht es doch anders ....

Vielleicht geht es doch anders ….

 

Was ist eigentlich „Beruf“? Hört sich mehr nach Berufung an als nach „9-to-5-Job“, oder? Dafür spricht jedenfalls eine Studie von Hays, der ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft e. V. (ZAAG) und der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM). Wichtigstes Ergebnis: Mehr Mitbestimmung und freie Gestaltung der Arbeit ist für Berufstätige so groß wie nie.

Weitere Ergebnisse der Studie:

Traut uns mehr und traut uns mehr zu! 2 von 3 Berufstätigen wollen mehr Freiheit und Souveränität bei der Gestaltung ihrer Arbeit.

In Sachen Mitbestimmung besteht der Wunsch nach mehr Möglichkeiten für direkte Demokratie. 3 von 4 Mitarbeitern würden ihr Engagement erhöhen, wenn sie über neue Produkte und Dienstleistungen mit entscheiden könnten. Beeindruckende 80% meinen gar, dass eine stärkere Teilhabe an firmenrelevanten Entscheidungen die Produktivität ihres Unternehmens steigen würde.

Mehr Einfluss nehmen möchten Berufstätige beim Thema „Führung“. 85% der Befragten möchten schlechte Führungskräfte gerne abwählen, 70% möchten Führungskräfte nur noch auf Zeit wählen. Das hat Gründe: 40% der Berufstätigen finden, dass Führungskräfte in ihrem Unternehmen Veränderungen blockieren und neue Ideen abprallen lassen. Führungskräfte als aktive Verhinderer! Das mit der Wahl von Führungskräften auf Zeit wird übrigens erfolgreich praktiziert bei der Unternehmensgruppe Haufe Umantis.

In Sachen Freiheit zählen für die Befragten individuelle Freiheitsräume mehr as strukturelle in der Organisation. Die freie Wahl von Arbeitszeit und -ort, Vertrauen in die Mitarbeiter und Freiheit für den eignen Stil erhalten stärkere Zustimmung als flexible Organisationsstrukturen. Neben mehr Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen fordern Mitarbeiter vor allem eine stärkere Experimentierkultur zur Förderung von Innovation.

Die Autoren veröffentlichen abschließend 7 Thesen als Manifest für künftige und innovative Arbeitswelten:

  1. Die Freiheit in der Arbeit stärken

Arbeitende wollen für Innovation Freiheit in ihrer Arbeits- welt. Es braucht viel mehr neue Gestaltungsfreiräume sowie weniger Kontrolle und Innovationsbarrieren durch die Führung.

 

2. Experimentierkulturen forcieren

Neben dem Abarbeiten heute noch nötiger Arbeitsroutinen braucht es Spiel- und Freiräume für kreatives Erproben, Prototypen, Designen und iterative Kommerzialisierung – für Intrapreneure wie Entrepreneure.

 

3. Entscheidungsprozesse für direkte Demokratie öffnen

Arbeitende wollen mehr Bereiche und Formen direkter Teil- habe an Unternehmensentscheidungen – auch in komplexen und kritischen Situationen. Wichtige Voraussetzung dafür ist volle Transparenz für alle Beteiligten.

 

4. Überholte Führungsmodelle ersetzen

Wir brauchen demokratischere Formen der Führung, die Führung zeitlich begrenzen und den Geführten Wahl- und Vetorechte bei der (wiederkehrenden) Besetzung von Führungspositionen einräumen.

 

5. Freiheits- und Partizipationsrechte vertraglich verankern

Der Wandel vom abhängig Beschäftigten zum Bürger (auch in der Wirtschaft) geht einher mit dem Wandel von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverhältnissen zu Leistungs- und Innovationspartnerschaften, die diese neue Rolle und Sinngebung auch in den Vertragsformen beinhalten, beispielsweise das Recht auf freie Meinungsäußerung oder auf diskriminierungsfreie Auswahl und Förderverfahren.

 

6. Hierarchiearme, vertrauensbasierte Netzwerkstrukturen fördern

Wir brauchen hierarchiearme Formen partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Wohle von Mitarbeitern, Kunden, Eigentümer und weiterer Stakeholder: Kompetenzen und Ressourcen von Menschen wie Organisationen entwickeln sich immer stärker zu agilen Wertschöpfungsnetzwerken und müssen systematisch unterstützt werden.

 

7. Jede Form von Arbeit wertschätzen – es gibt keine atypische Arbeit

Wir brauchen ein umfassendes Verständnis von Arbeit: Es gilt, ausnahmslos alle Formen der Arbeit unter Ein- haltung von Mindeststandards wertzuschätzen. Der Begriff „atypische“ Beschäftigung ist diskriminierend. Innovationsarbeit, Produktionsarbeit, abhängige Beschäftigung, Zeitarbeit, Freiberuflichkeit, (Solo)-Unternehmertum und ziviles Engagement sind Arbeit.

 

 

Da haben wir doch reichlich Stoff, den wir auf unserer Veranstaltung am 12. 11. diskursieren können.

 

 

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