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Allgemein

Das haben wir uns selbst eingebrockt

Das haben wir nun davon, das haben wir uns selbst eingebrockt. Kaum macht man mal drei bis vier auffallend gute Dinge und schon gründet man einen Verein. Ganz ehrlich: Hätt ich mir vor zwei Jahren auch nicht vorstellen können, als wir mit dem Netzwerk „Werkstatt NextWork“ angefangen haben. Lauter interessante Menschen, die eigentlich nicht die typischen Vereinsmeier sind. Freigeister sind wir alle, unabhängig, experimentierfreudig, ein wenig strukturiert, eine Prise anarchistisch, strategisch denkend, zukunftsorientiert, diskursfreudig, eigenwillig, intelligent und kreativ, Teamspieler schon, aber muss es gleich ein Verein sein? Eigentlich sympathisieren wir mit Marx, Groucho Marx, siehe links. Verein, das fühlt sich an wie Schnitzel mit Kartoffelsalat im Kneipenhinterzimmer, Satzungsdiskussion, Vorstandswahl, Kassenbericht, Geschäftsordnung und langweilige Scheindebatten, die eigentlich nur willkommener Vorwand für das ein oder andere Bierchen sind. Nein, das hat keiner von uns im Sinn, niemals.

Und nun freuen sich alle. Sind stolz auf Erreichtes und freuen sich auf nächste Aktivitäten, die schon mit Spaß und Energie vorgedacht werden. Und sie gründen einen Verein, am 13. Februar findet die Gründungsversammlung statt.

Unsere Themen, unsere Arbeit, unsere Veranstaltungen sind erfolgreich sie stoßen auf Resonanz. Wir sind gefragt als Anlaufstelle in der Region für „Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung“, als Zentrum eines wachsenden Netzwerks von Menschen mit Interesse, Experimentierfreude und Gestaltungsinteresse an ihrer eigenen und der Zukunft ihrer Arbeit. Bisher gibt es das Unternehmerfrühstück, einige öffentliche Veranstaltungen und Werkstätten haben wir mit zahlreichen Mitmachern organisiert (siehe zum Beispiel hier oder hier).

Wir wollen das fortsetzen. Das setzt allerdings voraus, dass die verschworene Gemeinschaft der Macher etwas näher zusammenrückt. Wir tun das nicht aus Selbstzweck. Ginge es nur um uns, bräuchten wir keinen Verein. Aber andere erwarten das von uns. Wenn wir gefragt werden, ob wir nicht auch  im Verbund mit unseren Partnern Anlaufstelle für Aktivitäten in der Region für „Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung“ sein wollen, dann sind die schönen Augen und die persönliche Reputation unserer Netzwerker nützlich, sie reichen aber nicht aus. Da braucht es personenunabhängige Struktur. Wir finanzieren uns aus Geld- und Sachspenden. Sponsoren wollen langfristige Stabilität, wenn sie nicht nur einzelne Events fördern, sondern über längerfristige Unterstützung einer Idee entscheiden. Niemand von uns kann finanzamttaugliche Spendenquittungen ausstellen, brutto oder netto ist auch ein schlagendes Argument. Und wenn einer von uns einen Mietvertrag für eine unserer Werkstatt-Locations unterschreibt, dann haftet er persönlich für die Konsequenzen aus geschlossenen Verträgen.

Der e. V. ist die kleinstmögliche Form, unseren Mitmachern und künftigen Mitgliedern eine Struktur zu geben, die materielle und ideelle Sponsoren auf die Dauer an uns bindet und uns selbst Rechtssicherheit im Bezug auf Haftungs- und andere Risiken bringt. Deshalb gründen wir einen Verein. Wir fühlen uns wohl dabei, weil sich an unserer eigentlichen Arbeit nichts ändern wird. Ein Verein wird uns mehr Außenwirkung geben, neue Möglichkeiten für unsere Arbeit mit neuen Formaten geben. Natürlich hoffen wir auch, dass der eine oder andere Sponsor uns weiter unterstützt und vielleicht auch ein längerfristiges Engagement mit uns verabredet.

Groucho wird unser Ehrenmitglied.

Zur Information über unsere Pläne hier ein Auszug aus unserem Satzungsentwurf:

Zweck des Vereins ist es, in der Region Braunschweig Menschen und Akteure aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, Unternehmen, Hochschulen und Einrichtungen zum Thema „neue Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung“ zu vernetzen, sie zu Kontakt und Austausch auf verschiedenen Plattformen zusammenzubringen. Der Verein vertritt dabei selbst keine bestimmte Denkrichtung oder Meinung, er will Gelegenheiten, Anlässe und Formate schaffen, die zum Nachdenken, zum Austausch, zum Probieren und Experimentieren in einer neuen Erfahrungswelt anregen.

Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Veranstaltung von Konferenzen, Barcamps, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Kursen, Medienveröffentlichungen, Seminaren, Workshops und anderen öffentlichen und nicht-öffentlichen  Begegnungs- und Veranstaltungsformaten. Der Verein vermittelt Wissen und Erfahrungen zum Thema Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung. Er bietet seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit eine Plattform zum Diskurs, zur Förderung von Experimenten und neuen Erfahrungen im Rahmen eines aktiven Dialogs und der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Unternehmen, Schulen, Hochschulen und anderen Einrichtungen an.

Glück auf also, bis demnächst in unserem Werkstatt NextWork e. V..

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www.martinlennartz.de

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